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Elbinselquartier Hamburg
Erschließung Wohn- und Gewerbegebiet 

AuftraggeberIBA Hamburg GmbH
OrtHamburg
ProjektartenErschließung
Kompetenzen

Visualisierung: © IBA, Gewinnerentwurf Hosoya Schaefer Architecs AG

Aufgabe

Im Herzen der Elbinsel Wilhelmsburg, zwischen Ernst-August-Kanal, Aßmannkanal, Jaffe-Davids-Kanal sowie der Rotenhäuser Straße liegt das ca. 47 Hektar große Projektgebiet Elbinselquartier. Ziel für dieses Gebiet ist eine integrierte, kooperative Quartiersentwicklung mit dem ein sozial und funktional gemischt genutzten Quartier entsteht, in dem die verträgliche Nachbarschaft von Wohnen, Gewerbe, Kleingartenanlagen, Freiflächen und Bildungs- sowie Betreuungseinrichtungen bei gleichzeitig hohen energetischen Standards zu einem besonderen Markenzeichen hoher urbaner Lebensqualität wird. Bis Anfang 2020 wird die Wilhelmsburger Reichsstraße ca. 500 Meter nach Osten auf nicht mehr benötigte Flächen der Bahntrasse verlegt und damit eine den Stadtteil trennende Barriere aufgehoben.

Verkehrsanlagen

Zu planen sind die äußere sowie innere Erschließung. Für die Straßennetzgestaltung innerhalb der geplanten Baugebiete werden zwei Straßentypen verwendet. Die verlängerte Jaffestraße bildet als Haupterschließungsstraße die zentrale Erschließungsachse. Parallel zur Jaffestraße verläuft eine Wohnstraße (Planstraße A). Das westliche Quartier wird über eine weitere Wohnstraße (Planstraße B) erschlossen. Der nördliche Abschnitt vor der Schule, in dem auch der Fahrradschnellweg „Loop“ als Radfahrstreifen verläuft, soll mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung 30 km/h ausgeschildert werden. Die Planstraßen A und B sind im Separationsprinzip auszubauen. Das Plangebiet wird im Süden an die Rotenhäuser Straße und im Norden an den Vogelhüttendeich angebunden. Die Knotenpunkte Schlenzigstraße / Vogelhüttendeich / Jaffestraße (mit LSA) und Rotenhäuser Straße / Jaffestraße / Anbindung B-Plan Wilhelmsburg 91 sind verkehrstechnisch zu dimensionieren und zu planen.

Entwässerungsplanung

Im Rahmen der Entwässerungsplanung wurden die erforderlichen Bestandteile gemäß den Anforderungen dimensioniert. Es ist vorgesehen das anfallende Niederschlagswasser der öffentlichen und teilweise auch privaten Flächen in das bestehende Vorflutsystem der Elbinsel Wilhelmsburg einzuleiten. Das bestehende Grabensystem (hier als „Wettern“ bezeichnet) soll im Rahmen der Quartiersentwicklung erweitert und um weitere Wasserflächen auf den durch den Rückbau des Straßendamms der Wilhelmsburger Reichsstraße freigewordenen Flächen ergänzt werden.

Das Entwässerungskonzept sieht vor, das ausgebaute Wetternsystem als Vorflut und Retentionsraum für die Regenwasserentwässerung zu nutzen. Dazu wird im Bereich der geplanten Straßen das anfallende Niederschlagswasser durch Trummen aufgenommen und direkt oder nach voriger Sammlung über eine SEA in die Wettern und Mulden eingeleitet, die mit dem Vorflutsystem verbunden sind. Dadurch verteilt sich das gesammelte und abgeleitete Niederschlagswasser auf die angeschlossenen Wasserflächen. Die privaten Grundstücke leiten ebenfalls direkt oder nach Sammlung über R-Siele in die Oberflächengewässer und Mulden ein.

Die jeweilige maximale Einleitmenge der privaten Flächen ist durch die Drosselabflussspende von 17 l/s*ha für ein 30-jährliches Regenereignis begrenzt.

Das erforderliche Rückhaltevolumen wird zum einen durch den Ausbau der vorhandenen Rotenhäuser Wettern und zum anderen durch zwei neu herzustellenden Wettern 1, 2 , 4 und 5, welche im Regenwetterfall eingestaut werden. Da ein dezentraler Rückhalt auf den Flächen nur bedingt möglich ist und überdies die Anforderungen aus der Einleitbeschränkung berücksichtigt werden müssen, werden zusätzliche Rückhalteräume durch ein Mulden-Rigolensystem sowie zwei unterirdische geschlossene Regenrückhaltebecken in Stahlbetonbauweise geschaffen. Durch einen hydraulischen Nachweis wurde geprüft, dass die Rückhalteräume ausreichend bemessen sind und die Hochwasserneutralität des Ausbauvorhabens gewährleistet ist.

Gesamtfläche: 47 ha

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