DigiTwinPlan: Digitaler Zwilling für bedarfsgerechte Gebäudeplanung und effizienten Betrieb
Heiz- und Kühlanlagen werden in der Planung häufig mit Zuschlägen bemessen. Das kann zu überdimensionierten und kostenintensiveren Anlagen führen. Dynamische Gebäudesimulationen können helfen, den tatsächlichen Bedarf realitätsnäher zu bestimmen. Ihr Einsatz ist in der Planungspraxis bislang jedoch noch nicht durchgängig etabliert.
Genau hier setzt das Forschungsprojekt DigiTwinPlan an: Gemeinsam mit EA Systems Dresden GmbH als Koordinatorin, dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und der VICUS Software GmbH entwickelt IPROconsult einen digitalen Gebäudezwilling, der Planung, Simulation und Betrieb verbindet.
Ziel ist ein durchgängiger Prozess vom Gebäudemodell zur Simulation (BIM2SIM). Planungsinformationen zu Gebäude, Bauphysik und Anlagentechnik sollen so aufbereitet werden, dass sie in jeder Planungsphase für geeignete Simulationsmodelle nutzbar sind: von vereinfachten Betrachtungen in frühen Phasen bis zu detaillierteren Berechnungen bei fortschreitender Planung. Damit sollen Gebäude und Anlagen bedarfsgerecht dimensioniert sowie im Betrieb effizient geregelt werden können.
IPROconsult bringt die Perspektive der Planungspraxis in das Verbundprojekt ein. Wir leiten das Arbeitspaket „Anforderungen“, führen Befragungen von Planenden und Auftraggebern durch und überführen die Erkenntnisse in ein Lastenheft für Modelle und Werkzeuge. Darüber hinaus betrachten wir den Planungsablauf von der Vorplanung bis zum Betrieb, analysieren Normen und Regelwerke und erproben die entwickelten Werkzeuge an Planungsbeispielen sowie an einem realen Gebäude.
Ein wichtiger Meilenstein ist bereits erreicht: Die Befragung von Planenden wurde abgeschlossen. Die Ergebnisse fließen nun in die Anforderungen an die zu entwickelnden Modelle und Werkzeuge ein. Damit wird sichergestellt, dass DigiTwinPlan nicht nur technisch fundiert, sondern auch an den tatsächlichen Bedarfen der Planungspraxis ausgerichtet ist.
Das FuE-Verbundprojekt läuft vom 1. September 2025 bis 31. Dezember 2027. Es wird durch die Sächsische Aufbaubank und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Förderhinweis: Das Vorhaben wird von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Fördermittelgeber ist die Sächsische Aufbaubank. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

