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Wiedererrichtung Weißeritztalbahn, Brücke EÜ Nr. 30 (km 21,825)

Auftraggeber

Sächsische Dampfeisenbahn-Gesellschaft mbH

Ort

Sachsen

Art der Lösung

Brücken, Stützwände, Lärmschutzanlagen

Projektarten

Neubau
Sanierung

Die Weißeritztalbahn von Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf hat durch das Hochwasser der Weißeritz im August 2002 die schwersten Schäden seit dem Bau der Talsperre Malter zu verzeichnen. Im Bereich zwischen Freital-Hainsberg und Seifersdorf sowie zwischen Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf war die Schmalspurbahnstrecke so stark geschädigt, dass ein Betrieb nicht mehr weiter durchgeführt werden konnte.

Der Streckenabschnitt wird durch die SDG mbH aus Annaberg-Buchholz betrieben, die auch bereits für Infrastruktur und Betrieb der Schmalspurbahnen von Cranzahl nach Oberwiesenthal und von Radebeul-Ost nach Radeburg verantwortlich zeichnet. Die Strecke hat den Status einer nichtbundeseigenen Bahn (NE-Bahn). Zuständig für die Bahnaufsicht ist der Landesbeauftragte für Eisenbahnaufsicht (LfB) des Freistaates Sachsen.

 

EÜ Nr. 30, km 21,825 über die Schenkgasse

Die eingleisige Eisenbahnüberführung Nr. 30 über die Schenkgasse in Schmiedeberg ist ein zweifeldriger Stahlbetonüberbau aus Fahrbahnplatte mit Längs- und Querbalken. Der Kreuzungswinkel des Bauwerkes beträgt ca. 100 gon. Die Stützweiten betragen jeweils 10,65 m.

Das nördliche Widerlager (Hainsberg) besteht aus Natursteinen, das Auflager aus Granitsteinen. Das nördliche Widerlager fungiert auch als südliches Widerlager des Schmiedeberger Viadukts (Eisenbahnüberführung Nr. 29), das bereits instand gesetzt wurde.

Das südliche Widerlager (Kipsdorf) war schadhaft und wurde durch ein Stahlbetonwiderlager mit Granitsteinverblendmauerwerk ersetzt. Die Gründung des Stahlbetonwiderlagers erfolgte als Tiefgründung aus einer Pfahlkopfplatte mit senkrechten und 30° geneigten Verpress-/ Mikropfählen nach DIN EN 14199 in dem anstehenden Fels. Für die vorhandene Rollenlagerung des Überbaus sind neue Ankerplatten gefertigt wurden. Die Mittelstütze ist eine Pendelstütze aus Stahlbeton. Die Mittelstütze erhielt eine Betoninstandsetzung gemäß ZTV-ING.

Der Stahlbetonüberbau erhielt eine allseitige Betoninstandsetzung gemäß ZTV-ING. Im Bereich der Fahrbahn wurde ein neuer Brückenbelag gemäß Ril 804.6101, Punkt 4, Regelabdichtung, Absatz (3), Bitumenschweißbahnen (2-lagig) auf Voranstrich aufgebracht, der durch einen mattenbewehrten Schutzbeton überdeckt wurde.
Am Stahlbetonüberbau wurde der schadhafte Beton am südlichen Endquerträger mittels Hochdruckwasserstrahlen entfernt. Mit dem Stahlbetonneubau des Endquerträgers konnte ein wasserdichter Übergang gemäß Ril 804.9030 mit einer Breite von 40 mm zur Kammerwand des südlichen Widerlagers ausgebildet werden.
Am vorhandenen Holmgeländer wurden Korrosionsschutzarbeiten durchgeführt.

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