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Generalentwässerungsplan Bitterfeld

Auftraggeber

Abwasserzweckverband „Westliche Mulde“

Ort

Sachsen-Anhalt

Art der Lösung

Generalentwässerungspläne

Kompetenzen

Projektarten

Konzeption

Das Kanalnetz im Einzugsgebiet des Hauptpumpwerkes ist ca. 97 km lang. Das Entwässerungssystem ist sowohl als Mischkanalisation als auch als Trennkanalisation ausgeführt. Dem Hauptpumpwerk wird das Abwasser über einen Mischwasser-Hauptsammler zugeführt, welcher durch das gesamte Einzugsgebiet verläuft. Zudem verfügt das Kanalnetz über mehrere Regenwasser-Hauptsammler, die in die Vorflut entwässern.

Die Größe des abflusswirksamen Einzugsgebietes beträgt etwa 200 ha, wovon ca. 147 ha befestigte an das Entwässerungssystem angeschlossen sind. Um diese Einzugsgröße für die hydraulischen Berechnungen den Kanalabschnitten bzw. den einzelnen Kanalhaltungen zuzuordnen, mussten etwa 1.000 Einzugsflächen erzeugt und mit ermittelten Eigenschaften (Befestigungsgrad, Trockenwetterabfluss, Neigungsgruppe) genauer definiert werden. Die Befestigungsgrade wurden aus den digital erzeugten befestigten und unbefestigten Flächen auf Basis von Luftbildern, Niederschlagswasser-Kundenlisten und der Allgemeinen Liegenschaftskarte (ALK) generiert und modelltechnisch berechnet. Zur Bestimmung des Trockenwetterabflusses wurden den jeweiligen Haltungen der definierten Teileinzugsgebiete die ermittelten Einwohnerwerte sowie der spezifische Abwasseranfall, modelltechnisch in Form von Einzeleinleitern, zugeordnet. Die Zuordnung der Einwohnerwerte erfolgte dabei längenproportional je Haltung.

Die wichtigste Grundlage im Rahmen der GEP-Bearbeitung stellen die Kanaldaten dar. Sie wurden im Rahmen der Generalentwässerungsplanung aus dem Kanalkataster generiert, digital aufgemessen und einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Zur Durchführung der hydrodynamischen Berechnungen wurden die Regenansätze des KOSTRA-DWD-2000-Atlas angesetzt.

Die Leistungsfähigkeit des Entwässerungsnetzes wird für folgende Entwicklungshorizonte untersucht:

  • Ist-Zustand
  • unsanierter Prognosezustand
  • sanierter Prognosezustand

Zur Überprüfung der hydraulischen Berechnungen an ausgewählten Punkten bzw. zur Kalibrierung der Modellparameter für die Simulation wird eine kombinierte Niederschlags-Abfluss-Messung durchgeführt. Im Rahmen der ersten Bearbeitungsstufe wurden die hydraulischen Problembereiche und deren Ursachen im gegenwärtigen Netz ausgewertet und aufgezeigt. In den nächsten Bearbeitungsstufen erfolgen die Überprüfung der vorhandenen Entlastungsanlagen im Projektgebiet und der konzeptionelle Entwurf zur Erweiterung bzw. Anpassung der Mischwasserbehandlung bzw. Mischwasserentlastung sowie zur grundlegenden hydraulischen Anpassung des Kanalnetzes. Neben dem Entwurf wird im Rahmen der folgenden Bearbeitung eine Gewichtung in Form der Einteilung der notwendigen Maßnahmen in Dringlichkeitsstufen vorgenommen. Zur Abschätzung der aus den vorgeschlagenen Maßnahmen resultierenden Kosten wird eine Kostenermittlung durchgeführt.

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