70 Jahre für die Entwicklung unserer Gesellschaft

Das, was wir als Architekten, Ingenieure und Planer tun, verdeutlicht die Veränderung unserer Gesellschaft. Denn insbesondere an den Bauwerken zeigt sich, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt. Der ästhetische Ausdruck einer Zeit ist an einem Gebäude ebenso ablesbar, wie die konkreten Nutzungsanforderungen dieser Epoche. Da Bauwerke für Jahrzehnte bestehen, dokumentieren sie, wie sich der Geschmack und die Nutzung verändern. Wie sich die Gesellschaft verändert. Wie wir uns verändern. 

Seit dem 1. Juni 1949 tragen wir mit unseren Planungsleistungen zur Veränderung unserer Gesellschaft bei. 70 Jahre sind eine lange Zeit, fast ein ganzes Menschenleben. In dieser Zeit lernten wir, dass das Leben immer wieder Veränderung bedeutet. Dass es wichtig ist, sich diesen Veränderungen zu stellen, um sie in seinem Sinne zu gestalten.

Große Aufgaben seit 70 Jahren. 

Am Beginn unseres Unternehmens ging es um das Überleben. Unsere erste Aufgabe war ein Mammutprojekt: Der Wiederaufbau unserer zerstörten Heimatstadt Dresden. Dieses Projekt erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte. Bis heute schaffen wir die planerischen Grundlagen, damit Gebäude wieder entstehen, die damals zerstört wurden. 

Auch heute stehen wir vor einer großen Aufgabe. Nun geht es darum, wie wir mit der zunehmenden Ressourcenknappheit auf unserem Planeten umgehen und zugleich das inzwischen geschaffene Wohlstandsniveau unserer Gesellschaft erhalten. Wenn wir zurück blicken, übernahmen wir in unseren ersten 70 Jahren immer wieder große Aufgaben, die ein wichtiger Beitrag für unsere Lebensqualität waren. 

70 Jahre Projekte – von großer Präsenz bis grundlegend.

Seit 70 Jahren entwerfen und planen wir Bauwerke mit großer Sichtbarkeit. Das Bekannteste ist der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. Gleichzeitig sind es Bauwerke, die nicht ganz so präsent sind. Dafür haben diese Bauwerke einen großen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Zu diesen Projekten gehören beispielsweise Infrastrukturen für die Wasser- und Stromversorgung, grundlegende Erschließungen sowie Straßen aller Art.

Auch nach 70 Jahren weiter entwickeln. 

Aktuell arbeiten wir an neuen Führungsprinzipien und Arbeitsmodellen, an digitaler Planung sowie an virtueller Realität, um künftige Ergebnisse vorab so greifbar, wie möglich zu machen. Diese Entwicklungen sind wichtige Schritte, damit wir auch in Zukunft das Ganze sehen. Denn nur so werden wir als Generalplaner auch weiterhin die Lebensräume unserer Gesellschaft mitgestalten.

Von 1949 bis jetzt.

Die Bilder zeigen eine kurze Zeitreise. Sie verdeutlichen, was wir bisher geschaffen haben. Zugleich ist dieses Erbe der Anspruch für unsere Zukunft.

1949–1959

Das HO-Kaufhaus war nach dem Krieg der erste Neubau in Dresden ist bis heute ein markantes Bauwerk im Dresdner Stadtzentrum. Weitere wichtige Projekte waren das Heizkraftwerk Nossener Brücke Dresden, das Transformatoren- und Röntgenwerk Dresden sowie unter anderem Glaswerke in China.

1959–1969

Die Produktionsgebäude für Europas erste Porzellanmanufaktur in Meißen. Bedeutend für uns waren zudem das Institut für Kerntechnik Dresden sowie das Glasseidenwerk Oschatz.

1969–1979

Der Bahnhof Cottbus ist nach wie vor ein prägnanter Ort der Stadt. Ein weiteres wichtiges Projekt war die Herrenmode Dresden, die mit dem Architekturpreis der Zeitschrift „Architektur der DDR“ ausgezeichnet wurde. Und eine der ersten Anwendungen des Lift-Slab-Verfahrens war.

1979–1989

Die Zinnerz Altenberg war mit ihrer Ästhetik eine der wegweisenden Förderstätten Ostdeutschlands. Zudem planten wir das Zentrum Mikroelektronik Dresden und die Planeta Druckmaschinenfabrik Radebeul.

1989–1999

Das Berufliche Schulzentrum in Freital repräsentiert zeitgenössische Architektur und moderne Lernmöglichkeiten. Weitere Schwerpunkte waren die Betriebszentrale Schwarze Pumpe, das Kreiskrankenhaus in Radebeul sowie die Kläranlage Oederan.

1999–2009

Unser bisher bekanntestes Projekt war der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche, der nach 15 Jahren Planung 2005 fertiggestellt wurde.

In dieser Zeit planten wir auch die Hochschule für Bildende Künste Dresden, zahlreiche Projekte am Dresdner Neumarkt (Hotel de Saxe, Quartier 3, …) und viele Bergbausanierungsvorhaben in der Lausitz. 

2009–2019

In den letzten 10 Jahren planten wir unter anderem das Kloster Raitenhaslach für die TU München, das Institutsgebäude CSI für die TU Darmstadt, sechs Bahnhöfe in Mitteldeutschland, waren beteiligt an der Planung des Militärhistorischen Museums Dresden. In der Infrastruktur waren wir verantwortlich für die Erschließung eines Wohngebietes in Abu Dhabi. Und im Bereich des Umweltconsultings in Marokko, Indien und China.