Anerkennung für IPROconsult-Idee

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft verlieh IPROconsult einen Anerkennungspreis für die Idee des Freiraumlabors Oberlausitz.

„Sie haben mit Ihrer Idee und Ihrem Konzept Sachsens ländlichem Raum neue Impulse gegeben“, schrieb Minister Thomas Schmidt in seiner Danksagung. IPROconsult hatte sich 2018 am Wettbewerb „Ideen für das Land“ beteiligt. Ziel war es, Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten, Innovationsgeist und gute Projektideen in den ländlichen Regionen zu unterstützen. Gefragt waren innovative Konzepte für die Gestaltung des Zusammenlebens und Lösungen für mehr Lebensqualität vor Ort. 

Temporäre Gebäude für sensible Landschaften

Dr. Kerstin Hartsch, Christoph Schmidt und Ahmad Tahlawi von IPROconsult haben die Idee neuartige Raumangebote für Dörfer im UNESCO-Biosphärenreservat der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft zu entwickeln: Dabei handelt es sich um mobile, multifunktional nutzbare Gebäude, die sich aufgrund ihrer leichten, modularen Holzbauweise temporär oder auch für eine längere Zeit gut in die Natur- und Dorflandschaft einfügen können. Das Konzept umfasst zunächst Gebäudemodule für die Umweltbeobachtung bzw. Forschung sowie ergänzende Quartiersangebote für den Umwelttourismus. 

‚Tiny Houses‘ für minimalen Eingriff in Schutzbereiche

Wir wollen dazu anregen, die beiden wichtigen Gebietsfunktionen – also den Umwelttourismus sowie die Forschung im UNESCO-Biosphärenreservat – mit neuen Raumkonzepten zu unterstützen, damit sie attraktiv werden und sich darüber wirtschaftlich abbilden können“. Das schliesst beispielsweise ein, bestehende Flächen, wie etwa das Grundstück eines nicht mehr bewirtschafteten Hofes, zeitlich befristet zur Entwicklung des Bestandes zu nutzen“, erläutert Dr. Hartsch, Büroleiterin Umweltconsulting. „Zu diesem Zweck sollen beispielhaft in der Gemeinde Malschwitz anpassbare Raumsysteme entstehen. An drei dezentralen Standorten wollen wir ‚Tiny Houses‘ mit einer Größe von 6 x 3 x 3 Metern errichten.“ Deren Aufbau geht schnell, ein Betonfundament ist nicht erforderlich. Die Herstellung erfolgt vor Ort unter Verwendung heimischer Materialien mit der Option des späteren Recyclings. Als temporäre Bebauung bei minimalem baulichen Eingriff in die Schutzgüter wird sowohl die Kulturlandschaft als auch der ländliche Lebensraum gesichert. Mit diesem Konzept stellen wir uns dem Potential der offenen Entwicklungstendenz für ländliche Räume. Unser Konzept möchte dynamisch agieren und Angebote schaffen, die unmittelbar auf die vorherrschende Situation reagieren können. Die Gestaltung des Lebensumfeldes erhält einen neuen Entwicklungsimpuls.