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16.04.2021
Lesedauer 2:19 Minuten

Alte Post wird Heimat für Landesbehörden

Im Stadtzentrum von Schwerin soll das ehemalige Postgebäude als Büro- und Verwaltungsgebäude für oberste Landesbehörden saniert werden. IPROconsult erhielt im VgV-Verfahren den Zuschlag für die Generalplanung.

Imposantes Bauwerk der Neorenaissance

Zwischen Dom und Pfaffenteich liegt das mehr als 6.000 Quadratmeter große Gelände der ehemaligen Post in Schwerin. Errichtet wurde der dreiflügelige Gebäudekomplex von dem Architekten und Postbaumeister Ernst Maximilian Hake bis 1897.

Aufgrund seiner ehemaligen Nutzung als Sitz der Oberpostdirektion, der zentralen Bedeutung in Mecklenburg und seiner reichhaltigen Ausstattung besitzt die Liegenschaft einen herausgehobenen Denkmalwert.

Das Postgebäude entstand im mecklenburgischen Neorenaissance-Stil, geprägt von Schmuckelementen aus rotem Pfälzer Sandstein. Säulen, Skulpturen und auch das siebenteilige Mecklenburger Landeswappen zieren die Fassade und geben dem Amt eine würdevolle Ausstrahlung. Höchster Punkt des Gebäudes ist die Spitze des 44 Meter hohen Telegrafenturms, der über eine eindrucksvolle Stahlgusskonstruktion verfügt und genau 576 Isolatoren beherbergt.

Konzeptionelle Varianten gefragt

Ziel der Baumaßnahme sind Sanierung und Modernisierung der Gebäude zur Nutzung für oberste Landesbehörden des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Hierfür werden in den Gebäuden insgesamt ca. 13.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche grundlegend saniert. Als erster Nutzer wird die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommerns die Gebäude beziehen.

Für die Freianlagen entwickelten die Planer von IPROconsult einen attraktiven innerstädtischen Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität, einen Grünbereich, eingebettet in eine Struktur befestigter Flächen, die subtil auf die ehemalige Nutzung als Posthof verweisen. Die Grünfläche bricht die steinernen Flächen auf, macht sie aufnahmefähig für Niederschläge, vermindert die Aufheizung im Sommer und trägt so zur Verbesserung des Stadtklimas bei.

Gestaltung der Innenräume mit Bezug zur Historie 

Für die Büroflächen öffneten die Architekten die Innenwände und entwarfen einen offenen Raum mit eingestellten Baukörpern für Kommunikation und konzentriertes Arbeiten. Die Gestaltung der Innenräume wird mit Bezug auf den Bestand als zurückhaltende, auf das Denkmal bezogene Gliederung mit adäquaten Materialien und Farben vorgeschlagen. Haustechnische Einbauten werden passend, entsprechend heutiger Bedürfnisse in die Ausbauten integriert. IPROconsult entwickelte die geforderten Lösungsansätze unter besonderer Bezugnahme auf die spezifischen Bedingungen des Ortes und konnte so mit seiner Konzeption und Expertise überzeugen.

Umfangreiche Planungen laufen an

Bereits wenige Tage nach Abschluss des Vertrages wurde der Planungsstart vollzogen, die übergebenen, umfangreichen Grundlagen gesichtet und eine gemeinsame Anlaufberatung durchgeführt. Unter der Koordination von Daniel Reich werden jetzt die folgenden Planungen gestartet:

  • Objektplanung Gebäude und Innenräume
  • Objektplanung Frei- und Verkehrsanlagen
  • Fachplanung Tragwerksplanung und Technische Gebäudeausrüstung
  • Brandschutzplanung
  • Wärmeschutz, Bau- und Raumakustik)
  • Ingenieurvermessung

Die Fertigstellung der Haushaltsunterlage Bau ist für März 2022 geplant. Der Baubeginn soll im Frühjahr 2023 sein. Mit einer Fertigstellung ist nach einer knapp dreijährigen Bauphase zur rechnen.